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Herren 1: Saisonauftakt bei der TSG Leutkirch

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Am Samstag, den 17.09.2022, geht es dann auch endlich in der Liga los. Hierzu führt die Reise nach Leutkirch. Diese haben ihr Pokalspiel am vergangenen Sonntag knapp gegen den Bezirksligisten Ravensburg Rams mit 28:32 verloren und hielten in der Partie bis zur 50. Minute gut mit.

Die Welfenstädter testeten in der Vorbereitung unter anderem gegen den Landesligisten TSV Bad Saulgau, welchem man am Ende knapp mit 4 Toren unterlag, und zweimal gegen den letztjährigen Bezirksligaaufsteiger HSG Langenargen/Tettnang. Nun wollen die Männer um Uwe Bittenbinder ihr Können auch unter Wettkampfbedingungen unter Beweis stellen und die zwei Punkte aus Leutkirch mit nach Hause bringen. Eine leichte Aufgabe wird dies nicht, wenn man die vergangenen Spiele gegen Leutkirch anschaut. Diese waren immer eng und hart umkämpft. Letzte Saison konnte jede Mannschaft einen knappen Auswärtssieg in diesem Duell einfahren. Zuversichtlicher kann Uwe Bittenbinder hinsichtlich der Kadersituation sein. Voraussichtlich wird er mit einem vollen Kader anreisen können, jedoch wird sich die endgültige Mannschaftsaufstellung erst im Laufe der Woche entscheiden. Die Fans können sich also auf ein spannendes Spiel freuen, denn beide Mannschaften brennen darauf mit einem positiven Gefühl und zwei Punkten auf dem Konto in die Saison zu starten.

Herren 1: Weingarten muss sich nach Verlängerung geschlagen geben

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Am Mittwochabend führte die Reise für unsere erste Herrenmannschaft nach Ehingen. Mit nur elf Spielern machten sich die Männer um Trainer Uwe Bittenbinder auf den Weg. Um 20 Uhr war es dann soweit und das erste Spiel der Saison 2022/2023 hatte begonnen. Die Mannschaft startete gut in die Partie und hatte immer eine Lösung parat gegen die relativ offensiv spielenden Ehinger. Lediglich in der Abwehr belohnte man sich nicht für die Arbeit und zeigte ab und zu Unaufmerksamkeiten. Somit verlief die erste Halbzeit relativ unspektakulär. Die Führung wechselte immer wieder und Maximilian Liebke besiegelte mit dem ersten verwandelten 7m den Halbzeitstand von 11:10.

In der Kabine war sich die Mannschaft einig, dass man mit den 11 Gegentoren leben konnte, denn das eigentliche Problem waren die 10 Tore im Angriff und die Chancenverwertung. Die Welfenstädter kamen regelmäßig zu ihren Chancen, vergaben jedoch einige zu fahrlässig, was man auch an den 2 verworfenen 7m-Würfen erkennen konnte.

Die Mannschaft startete motiviert in die zweite Halbzeit und war gewillt auch vorne die nötige Kaltschnäuzigkeit an den Tag zu legen. Jedoch kam es anders als gedacht. Man versuchte es im Angriff mit zwei Kreisläufern, was jedoch nicht so funktionierte wie man es sich vorgestellt hat. Die offensive Abwehr der Gastgeber provozierte einige Fehler hintereinander, die sie dann im Anschluss auch bestraften. Somit lagen die Welfenstädter um Topscorer Maximilian Liebke (10 Tore) in der 44 Minute mit 20:13 hinten. Die meisten in der Halle dachten vermutlich, dass das Spiel gelaufen sei. Jedoch haben die Männer aus Weingarten schon letzte Saison gezeigt das sie mit Rückständen gut umgehen können. Und dann begann die Aufholjagt. Durch eine einsatzbereite und aufopferungsvolle Abwehr gepaart mit einem kreativen Angriff kämpfte man sich über die Stationen 21:17 und 22:20 in der 58 Minute durch ein Tor von Maximilian Schoch wieder zum Unentschieden. Hervorzuheben ist hierbei auch, dass die Männer in der letzten Viertelstunde nur 2 Tore zuließen. Dies ist auch dem Torhütergespann Baur/Nuffer zu verdanken. Ersterer war auch derjenige der den letzten Wurf der Ehinger parierte und somit das Unentschieden und die Verlängerung klar machte.

Somit hieß es 2×5 Minuten extra Schicht für die Spieler. Der Vorteil hierbei lag ganz klar bei den Gastgebern die mit 14 Mann voll besetzt angetreten waren. Die ersten fünf Minuten ging es wieder hin und her und am Ende stand ein 25:24 auf der Anzeigetafel. Der Start in die zweite Halbzeit der Verlängerung lief nicht optimal für die Männer aus Weingarten. Sie waren kurz nach Anpfiff durch zwei Zeitstrafen in doppelter Unterzahl. Kurze Zeit später beim vier gegen sechs wurde Kapitän Niklas Zülke nach einer Aktion unsanft von einem Ehinger gestoppt, was eine rote Karte nach sich zog. In der 67. Minute konnte Zülke noch zum 26:26 einschieben. Das letzte Tor des Spiels fiel eine Minute vor Ende für die Gastgeber und Weingarten schaffte es nicht den Ball erneut im gegnerischen Tor unterzubringen. Somit Stand nach 70 Minuten Handball eine 27:26 Auswärtsniederlage auf der Anzeigetafel.

Jetzt gilt es die Niederlage so schnell wie möglich abzuhaken und sich auf den Ligaauftakt am Samstag in Leutkirch vorzubereiten. Positiv ist, dass die Möglichkeit besteht sich bei Ehingen in der Liga für die Pokalniederlage zu revanchieren.

Für den TVW waren im Einsatz:

Baur/Nuffer (beide Tor), Schoch (4), Zülke (5), Liebke (10), Eisenbarth (2), Gründl, Werges (2), Mutschler, Thiele, Lohrmann (3)

Herren 1: Pokalspiel in Ehingen

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Nach einer langen Vorbereitung startet unsere erste Herrenmannschaft in die Saison 22/23 und gastiert am Mittwochabend zum Pokalspiel beim Liganeuling in Ehingen. Eine gute Möglichkeit um vor dem Ligastart am Samstag gegen einen Gegner zu spielen, der auch in der Bezirksklasse spielt. Die TSG Ehingen ist letzte Saison unglücklich mit 12:20 Punkten (punktgleich mit Vogt) am letzten Spieltag in die Bezirksklasse abgestiegen. Deshalb erwarten die Männer um Spielmacher Maxi Schoch einen starken Gegner, der ihnen einiges abverlangen wird. Nichtsdestotrotz wollen die Herren den Saisonauftakt für sich entscheiden, um mit einem guten Gefühl am kommenden Samstag nach Leutkirch zu reisen.

Nicht ganz positiv ist, dass Trainer Uwe Bittenbinder aufgrund der unüblichen Spielzeit auf einige Stammspieler verzichten muss und man nicht mit vollem Kader nach Ehingen fahren wird. Außerdem ist zu erwähnen, dass die Mannschaft durch einige Abgänge in die zweite Mannschaft und einigen Aufhörern leicht verändert auflaufen wird im Vergleich zur letzten Saison. Weiter werden zwei Neuzugänge diese Saison ihr Debüt im Dress des TVWs feiern. Diese sind Julian Villforth und Maximilian Gründl, letzterer spielte zuvor beim TSV Lindau und wird in Ehingen seine TVW-Premiere feiern. Dennoch muss die Mannschaft an diesem Mittwoch enger zusammenrücken mit dem Ziel, trotz des dünn besetzten Kaders, eine stabile Abwehr zu stellen und die vermittelten Themen der Vorbereitung umzusetzen.

Herren 2: Saisonstart unter neuer Konstellation

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Nach einer Saison 2021/2022 mit knappen Niederlagen darf die zweite Garde des TV Weingarten in der Kreisliga B starten. Nur in den letzten beiden Spielen konnte der TVW sein wirkliches Potential zeigen und noch Siege einfahren.

In der neuen Saison, nach intensiver Vorbereitung, darf man also gespannt sein wo sich der TVW in der Tabelle einordnet. Zur neuen Spielzeit hat ein Umbruch in der Mannschaft stattgefunden, sodass doch einige ehem. Spieler, als auch verstärkt die A-Jugend die zweite Garde unterstützt. Das Ziel sich im oberen Tabellendrittel zu positionieren ist ausgegeben. Ob dies unter der neuen Konstellation gelingt, wird sich noch herausstellen. Das Team um Teammanager Philipp Wolter ist jedoch motiviert und voller Vorfreude. Isny ist auch kein unbekannter Gegner. So ist man über die Jahre doch immer wieder aufeinander getroffen. Hier gilt es auch gleich die Bewährungsprobe zu bestehen. Isny zählt wohl zu den Titelfavoriten und wird auf keinen Fall unterschätzt werden. Der TVW freut sich daher auf ein spannendes und faires Spiel zur besten Spielzeit.

Herren 1: Zweites Testspiel gegen HSG Langenargen-Tettnang

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Am 02.09.2022 absolvierte die erste Herrenmannschaft das Rückspiel gegen die HSG Langenargen-Tettnang in der Großsporthalle in Weingarten. Der TVW trat mit einem ähnlich jungen Kader an wie beim letzten Auswärtsspiel, allerdings kehrten dieses Mal ein paar erfahrene Spieler in den Kader zurück.

Die Weingartener starteten gut in die Partie und konnten mit der HSG auf Augenhöhe mithalten. Jedoch war das Durchkommen im Angriff schwer und kräfteraubend, was mit zunehmender Spieldauer zu Unkonzentriertheiten im Abschluss führte. Bedingt durch einige Abwehrfehler und 2-Minuten-Strafen aud Seiten der Gastgeber gelang es der HSG auch im zweiten Drittel seine Führung weiter auszubauen. Durch eine verbesserte Abwehrleistung konnten die TVWler das letzte Drittel dann schließlich für sich entscheiden. Der Endstand lautete 27:28.

Herren 1: Testspiel gegen HSG Langenargen-Tettnang

Am vergangenen Freitag absolvierte die erste Herrenmannschaft ihr zweites Testspiel, diesmal gegen die HSG Langenargen-Tettnang. Geschuldet durch die Urlaubszeit reisten die Weingartener mit einem dezimierten und sehr jungen Kader an. Das Ziel für das Spiel lautete daher eine kompakte Abwehr zu stellen, an welcher in den letzten Trainingseinheiten gearbeitet wurde.

Obwohl die junge Mannschaft noch nie in dieser Zusammensetzung gespielt hatte, rissen die TVWler das Spiel schnell an sich und gingen durch eine kompakte 6:0-Abwehr schnell in Führung. Nach 20 Minuten ließen die Weingartener allerdings nach und konnten im Angriff nur noch schwer durchkommen. Diese Angriffsflaute kompensierte das Team allerdings durch eine solide Abwehrarbeit. Erst fünf Minuten vor Spielende gelang es der Heimmannschaft in Führung zu gehen, welche sie bis zum Abpfiff auch verteidigten. Die Partie endete schließlich mit 25:22.

Obwohl auch das zweite Testspiel verloren wurde, sind die TVWler mit positiven Erfahrungen aus dem Spiel gegangen und wollen vor allem auf der starken Abwehrleistung aufbauen.

Pauline Borrmann beeindruckt im Nationaltrikot und holt Platz 5 bei der U16-Beachhandball-EM

TVW-Jugendspielerin im Wechselbad der Gefühle

Pauline Borrmann beeindruckt im Nationaltrikot und holt Platz 5 bei der U16-Beachhandball-EM

Dass TVW-Talent Pauline Borrmann von der Beachhandball-Europameisterschaft der U16-Juniorinnen in Prag mit einem tollen Platz 5 und als beste deutsche Torschützin heimkehren sollte, hatte sie sich sicher wenige Wochen zuvor nicht träumen lassen. Nach einer Knieverletzung und einer Corona-Infektion, welche die 14-jährige auch schon die Teilnahme beim Deutschland-Cup mit der Baden-Württemberg-Auswahl gekostet hat, schien eine Nominierung für die Nationalmannschaft nicht mehr sehr wahrscheinlich.

Doch Pauline nutze buchstäblich die letzte Chance bei einem Lehrgang in Witten in der Nähe von Bochum, um das Trainerteam um Nationaltrainerin Fernanda Scovenna von ihrem Können zu überzeugen. Als zweitjüngste Spielerin im 11-köpfigen Aufgebot schickte sich Pauline in Prag in die Fußstapfen ihrer größeren Schwester Johanna zu treten, welche sie noch Wochen zuvor bei der Beach-WM auf Kreta von der Tribüne aus bewundert hatte.

Und Pauline schien gut aufgepasst zu haben. Bereits im ersten Spiel gegen Norwegen avancierte Pauline zur Führungsspielerin im deutschen Team, steuerte gleich 10 Punkte zum Endergebnis bei und war fortan nicht mehr wegzudenken. Bei allen Spielen stand Pauline im Aufgebot und bewahrte regelmäßig und auch in kritischen Situationen kühlen Kopf beim Abschluss. Am Ende waren es beeindruckende 76 Scorerpunkte – Platz 1 im deutschen Team und insgesamt Platz 8 unter allen EM-Teilnehmerinnen. Umso bemerkenswerter, war Pauline doch nur eine von zwei Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs 2007 in ihrem Team. Sicher half ihr dabei ihre für die jungen Jahre schon beachtliche Beach-Erfahrung – neben den Stützpunkttrainings und dem „Anschauungsunterricht“ bei ihren großen Schwestern ist auch ihre ganze TVW-B-Jugend beachhandballverrückt, wie bereits zwei Turniersiege im Juli Monat beweisen.

Nach einer spannenden EM-Vorrunde mit einer knappen Niederlage gegen Norwegen, zwei Siegen gegen Bulgarien und Frankreich und einer tollen Vorstellung mit hauchdünner Shoot-Out-Niederlage gegen das Topteam der Niederlande, war Spanien im Viertelfinale noch eine zu große Hürde für die neuformierte DHB-Auswahl. Am Schlusstag holten die Mädels mit zwei Siegen gegen Norwegen und Schweden und Platz 5 aber noch das Maximum heraus. „Beachhandball-Deutschland kann stolz sein auf seinen jüngsten Jahrgang“, so eine zufriedene Bundestrainerin Fernanda Scovenna. Ein Gefühl, das sich so sicher auch bei den zahlreich mitfiebernden Fans daheim eingestellt hat.

Herren 1: Testspiel gegen Bad Saulgau

Die 1. Herrenmannschaft absolvierte nach einer bisher eher durchwachsenen Vorbereitung ihr erstes Testspiel gegen den Landesligisten aus Bad Saulgau. Allzu viele Hoffnungen auf ein positives Endresultat gegen den zwei Ligen höher spielenden Gegner hatten die Weingartener nicht. Vorgenommen hatte man sich vor allem eine konzentrierte Abwehrleistung, schnelles Spiel nach vorne und die Integration der neuen Spieler in die Mannschaft.

Obwohl einige TVWler zum ersten Mal seit langem wieder einen Ball in den Händen hielten, starteten die Weingartener gut in die Partie und konnten gegen eine junge Saulgauer Mannschaft dagegenhalten. Erst gegen Mitte der ersten Halbzeit schlichten sich erste Unkonzentriertheiten ins Spiel der Gäste ein. Schlechte Pässe, unpräzise Torwürfe im Anrgriff und zu große Lücken in der neu formierten Defensive sorgten dafür, dass sich die Saulgauer bis zum Halbzeitpfiff auf 16:9 absetzen konnten.

Die nächsten 30 Minuten nutzten dann beide Mannschaften um zu experimentieren. So arbeitete der TVW lange am Spiel mit zwei Kreisläufern und einer 4:2-Abwehr. Die zweite Spielhälfte konnte der TVW schließlich mit 11:9 für sich entscheiden.

Nach dem Spiel zeigte sich Trainer Bittenbinder zufrieden, verwies aber zugleich auf noch jede Menge Arbeit bis zur neuen Saison. Gleich am Freitag will man sich in einem nächsten Testspiel in der Argonnenhalle gegen den HC LJG Vogt weiter verbessern.

Eindrucksvolle Tage bei der Beachhandball-WM 2022 in Griechenland

Beachhandball-WM der U18 auf Kreta vom 15. – 19. Juni 2022

Was für ein Erlebnis! „Gegen die besten Spielerinnen deines Jahrgangs bei einer Weltmeisterschaft anzutreten ist schon etwas ganz Besonderes“, ist Johanna Borrmann auch knapp eine Woche nach dem Rückflug aus Kreta noch ganz ergriffen von den Spielen mit der U18-Nationalmannschaft. „Natürlich hatten wir als EM-Vierter insgeheim schon von einer Medaille geträumt“, so die 17-jährige Schülerin des Bildungszentrums St. Konrad, „aber bei einer WM und insbesondere im Beachhandball liegen Sieg und Niederlage oft sehr nahe beieinander.

Nach einer überaus souveränen Vor- und Hauptrunde mit 5 Siegen in 6 Spielen war die Euphorie im Lager der deutschen „Natio“ groß. Insbesondere der glatte 2:0 Sieg nach Sätzen gegen den späteren Vizeweltmeister Niederlande in der Hauptrunde war wohl das beste Spiel dieser Mannschaft in den letzten beiden Jahren. Einen großen Anteil daran hatte Abwehrspezialistin Johanna als direkte Gegenspielerin der späteren Torschützenkönigin und MVP Eva Heuten, welche in diesem Spiel wohl ihren schwächsten Auftritt bei der WM hatte.

Aber auch in der Offensive konnte Johanna im WM-Turnier hier und da Akzente setzen – schickte sie Nationaltrainer Frowin Fasold doch im Gegensatz zur letztjährigen EM auch des Öfteren in der Crunch Time in den Angriff.

Leider erwischte das deutsche Team im Viertelfinale gegen Polen nicht ihre beste Tagesform und scheiterte an seiner sehr schlechten Chancenauswertung. „Da wäre mehr drin gewesen“, waren sich auch die zahlreichen Fans aus mitgereisten Eltern und Verwandten einig.
Ein abschließender 2:1-Shootout-Sieg gegen Brasilien im Spiel um Platz 7 bildete aber schlussendlich einen versöhnlichen Abschluss eines insgesamt auch sportlich tollen Turniers. Garant für den Sieg im zweiten Satz war die Abwehrreihe um Johanna, welche siebeneinhalb Minuten keinen Treffer gegen den Südamerikavizemeister zuließ – im Beachhandball auf dem Niveau eine absolute Seltenheit.

Die Partie war zudem der Abschluss der „Natio“-Karriere für die Mädels des Jahrgangs 2004/2005 in den U-Mannschaften des Deutschen Handballbundes. Für die meisten Spielerinnen wird eine Nominierung für die Damen-Nationalmannschaft, die gerade den WM-Titel auf Kreta geholt hat, ein Traum blieben. Aber Träume soll man träumen, wer hätte vor Jahren schon gedacht, dass der TVW mal eine Jugendnationalspielerin in seinen Reihen hat.

TV Weingarten bejubelt den Klassenerhalt

Von Thorsten Kern/SZ

Auf der sehr gut besuchten Tribüne sind die Zuschauer in den letzten Sekunden der Partie klatschend aufgestanden. Unten auf dem Feld in der Großsporthalle warf Lena Haberbosch mit der Schlusssirene den 27:26-Siegtreffer gegen die SG Burlafingen/Ulm. Zwar hätte sich der TV Weingarten in der Handball-Verbandsliga sogar eine knappe Niederlage leisten können. Mit dem Sieg feierte der TVW aber nicht nur ein schönes Saisonende, sondern kletterte in der Tabelle auch noch auf Rang sechs. Mit dem achten Sieg im 20. Saisonspiel rutschten die Weingartenerinnen in der Tabelle noch am SC Lehr und der HSG Ebersbach/Bünzwangen vorbei – und Sechster klingt dann noch einmal besser als Achter. „Platz sechs war auch das, was ich uns leistungsmäßig zugetraut hatte“, sagte TVW-Trainer Lars Gmünder, der einmal mehr ein sehr spannendes Spiel seiner Mannschaft gesehen hatte. „Endlich haben wir auch mal knapp gewonnen.“

Die Voraussetzungen vor dem ultimativen Abstiegsendspiel am Donnerstagabend vor 250 Zuschauern waren für Weingarten klar besser als für den Gegner. Die SG Burlafingen/Ulm benötigte für den Klassenerhalt einen Sieg mit mehr als vier Toren Unterschied. Dass das nicht utopisch ist, zeigte sich in den ersten Minuten in der Großsporthalle. Der TVW tat sich in der Offensive schwer, es fehlten zündende Ideen. In der Abwehr lief es überhaupt nicht rund. Die Weingartenerinnen hatten große Probleme, die Anspiele der Gäste an den Kreis zu unterbinden – immer wieder kam Burlafingen/Ulm zu freien Würfen. „Die Kreisläufe haben wir nicht in den Griff bekommen“, meinte Gmünder, der zugab, sich in dieser Anfangsphase schon ein paar Sorgen gemacht zu haben.

Nach einer Auszeit beim Stand von 6:10 und der Hereinnahme der erfahrenen Ann-Kathrin Kübler wurde Spiel des TVW aber besser. „Mit ihr wurde es in der Abwehr deutlich stabiler, dann hatten wir viel besseren Zugriff“, sagte Gmünder.

Von 8:12 kam der TVW durch Treffer von Julia Hilebrand, Kübler, Lena Haberbosch und Johanna Borrmann auf 13:13 heran. Starken Paraden der Torhüterin Felicitas Bär hatte es Weingarten anschließend zu verdanken, dass es zur Pause nur 14:15 stand. Nach der Halbzeitpause ließ Bär mehr als fünfeinhalb Minuten lang kein Tor zu. Dazu hielt Pina Müller später noch einen Siebenmeter von Carolin Luxenhofer. Zwar vergaben ihre Mitspielerinnen einige leichte Würfe und verloren ab und an den Ball – in der 39. Minute brachte Lea Frankenhauser den TVW aber mit 17:16 in Führung. Es war die erste Führung seit dem 2:1.

Die Zuschauer – zumindest die Anhänger des TVW – feierten ihre Mannschaft, die sich auch von einer kurzen Schwächephase und einem 17:19-Rückstand nicht mehr aus der Bahn werfen ließ. Als die Gäste in der Abwehr mehr Risiko gehen mussten, nutzte Weingarten den Platz, spielte die Tore immer wieder geduldig heraus und schaffte mit dem Treffer von Haberbosch zum 23:21 (55.) eine Vorentscheidung. Der TVW wollte sein abschließendes Saisonspiel vor dieser tollen Kulisse aber gewinnen. Das klappte: Nach Haberboschs Tor zum 27:26 durfte schließlich gejubelt werden.

TVW: Bär, Müller; J. Borrmann (5/1), Hilebrand (5), Kübler (5), Haberbosch (4), Frankenhauser (3), M. Borrmann (3/1), Veser (2), T. Datz, Baumgart, A. Datz, Koch, Khater